Andrea Brem

Ich bin Diplomierte Sozialarbeiterin und habe viele Jahre in einem Wiener Frauenhaus gearbeitet.

Daher blieben von Gewalt betroffene Frauen während meiner gesamten Berufstätigkeit  im Zentrum meines Handelns, und ich habe mein Wissen über die verschiedenen Bereiche von häuslicher Gewalt laufend erweitert. Auch in unseren Leitungsteams haben wir wöchentlich schwierige Situationen von Klientinnen und Fallverläufe reflektiert und analysiert. Dazu zählten vor allem Themen wie Gefährdungseinschätzung, rechtliche Fragen (Scheidung, Obsorge, Strafdelikte, Fremdenrecht, etc.), aber auch Themen wie psychische Erkrankungen, Konflikte zwischen den Bewohnerinnen und Vieles mehr.

2001 wurde ich Geschäftsführerin im Verein Wiener Frauenhäuser und habe in dieser Funktion bis 2024 die Angebote des Vereins weiterentwickelt, zahlreiche Projekte umgesetzt und mir viel Erfahrung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Werbung erworben. Zu meiner Tätigkeit gehörten auch Aufgaben wie laufende Interviews für Zeitungen, Fernsehen und Radio zu geben, Fachartikel zu verfassen, öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen abzuhalten und die Mitarbeit an der Entwicklung von Werbekampagnen, etc.

Natürlich waren auch Kenntnisse im wirtschaftlichen Bereich, Förderungsmanagement oder  Personalmanagement und Qualitätssicherung Voraussetzung für meinen Job.

Die Durchführung zahlreicher Fortbildungen und Schulungen, sowie die Mitarbeit an Gesetzesentwürfen oder an Studien gehörten ebenso zu meinem Arbeitsbereich.

Als Diplomierte Supervisorin (Psychodrama) war es mir immer wichtig, dass meine Mitarbeiterinnen, sowohl an Einzel- als auch an Teamsupervision teilnahmen. Gerade in einer so emotional anspruchsvollen Arbeit ist Supervision nahezu eine Voraussetzung, damit die Belastungen der Arbeit gut und konstruktiv bewältigt werden können.

Die wichtigsten Aufgaben der Supervision sehe ich darin, Möglichkeit zur Selbstreflexion zu bieten,  neue Handlungsspielräume zu erkennen und Klarheit in Bezug auf Verantwortung, Aufgaben und Rollen zu gewinnen. Probleme oder Konflikte können mit der nicht im System verhafteten Supervisorin aus einem neuen Blickwinkel betrachtet werden, neue Vorgehensweisen können erarbeitet werden. Besonders in Krisen und nach schwierigen Situationen kann supervisorische Unterstützung neue Wege und Bewältigungsmechanismen aufzeigen.

Ich bin verheiratet, habe eine erwachsene Tochter und seit kurzem zählt auch mein Hund Bono zur Familie.

Eine besondere Ehre und Freude wurde mir durch den Erhalt folgender Preise zuteil:

Foto (c)Elisabeth Mandl